
Foto: Lila la Loop
Beste Werte an Baldeneysee und Ruhr
Essen, Baldeneysee, 03. Februar 2026. Der Essener Stadtbezirk IX – bestehend aus Bredeney, Fischlaken, Heidhausen, Kettwig und Werden – gehört zu den Gewinnern der aktuellen Essener Baumbilanz 2024. Besonders rund um den Baldeneysee zeigt sich, wie leistungsfähig und klimaresilient das Stadtgrün im Essener Süden ist. Die Stadt Essen setzt zunehmend auf Qualität statt reine Quantität und nutzt dafür moderne Fernerkundungsdaten sowie die europaweit anerkannte 3–30–300-Regel als Leitbild.
Bessere Luftqualität – stabiles Mikroklima
Die Bilanz zeigt: Trotz extremer Witterungsbedingungen wie Hitze, Trockenheit und Starkregen ist die Kronen-Beschirmungsfläche im gesamten Stadtgebiet auf knapp 32 Prozent gestiegen – ein Plus gegenüber 2022. Gerade im wald- und wasserreichen Bezirk IX tragen die großen, vitalen Altbäume maßgeblich zu diesem positiven Trend bei. Sie sorgen für Kühlung, Schatten, bessere Luftqualität und ein stabiles Mikroklima.
Impressionen zur Essener Baumbilanz 2024
Ökologische Wirkung großer Bäume
Simone Raskob, Umweltdezernentin der Stadt Essen, betont die Bedeutung dieser Entwicklung: „Ein leistungsfähiger Stadtbaumbestand ist essenziell für Gesundheit, Klimaresilienz und Lebensqualität unserer Bürger*innen.“ Die Daten zeigen, dass die ökologische Wirkung großer Bäume weit über die reine Stückzahl hinausgeht.
Alte Baumbestände – große Kronenvolumina
Während die numerische Baumbilanz 2024 einen Rückgang des Gesamtbestands ausweist – 200.466 Bäume, rund 7.800 weniger als im Vorjahr – bleibt die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Stadtgrüns stabil. Die Stadt verweist auf natürliche Entwicklungsprozesse, die zu Ausdünnung, aber gleichzeitig zu vitaleren Beständen führen können. Besonders im Bezirk IX, wo alte Baumbestände und große Kronenvolumen dominieren, zeigt sich dieser qualitative Effekt deutlich.
Foto: Cesar von Meissen
1.000-Bäume-Programm
Mit Projekten wie dem 1.000-Bäume-Programm, einem neuen Straßenbaumkonzept und dem Ausbau des Stadtbaum-Monitorings will die Stadt Essen die Grundlage schaffen, um die Anforderungen der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur zu erfüllen. Diese schreibt vor, dass städtische Grünflächen und Baumüberschirmung bis 2030 keinen Nettoverlust erleiden dürfen.
Grafik: Baumkronenüberdeckte Fläche – Anteil nach Essener Stadtbezirken (%)
Vorreiter im Süden
Der Stadtbezirk IX zeigt schon heute, wie klimaresilientes Stadtgrün aussehen kann – und warum die Zukunft der Stadtbäume nicht in der bloßen Zahl, sondern in ihrer Qualität liegt.





















