
Foto: Georg Lukas
Bühne für Essens stärkste Talente mit beeindruckender Wassersport-Billanz
Essen, Baldeneysee, 24. Februar 2026. Die Sportmeisterehrung der Stadt Essen am 24. Februar 2026 verwandelte den Veranstaltungssaal in der 22. Etage des dritthöchsten Rathauses Deutschlands erneut in ein Forum der Wertschätzung und sportlichen Exzellenz. Ab 16:30 Uhr strömten Gäste, Vereine und Funktionäre in den Saal, bevor um 17:30 Uhr der offizielle Teil begann. Die Stadt ehrte Athletinnen und Athleten aller Altersklassen, die im vergangenen Jahr (2025) besondere sportliche Leistungen erbracht hatten – von internationalen Erfolgen über Deutsche Meisterschaften bis hin zu herausragenden Platzierungen bei Europa- und Weltmeisterschaften. Das Ehrungskomitee, bestehend aus Oberbürgermeister Thomas Kufen und Ratsherr Luca Ducrée, Vorsitzender des Ausschusses für Sport- und Bäderbetriebe, überreichte Urkunden und die jährlich wechselnde Ehrengabe an die Sportlerinnen und Sportler. Besonders im Fokus standen die Jugend-, Junioren- und Schülerklassen, die für ihre Leistungen mit Ehrenurkunde und der Essener Skyline ausgezeichnet wurden.
Foto: Georg Lukas
Essens Wassersportnachwuchs dominiert das Tableau
Ein Blick auf die Liste der Geehrten zeigt eindrucksvoll, wie stark der Essener Nachwuchs im Wassersport aufgestellt ist. Von den insgesamt 53 geehrten Nachwuchssportlerinnen und -sportlern stammen 33 aus dem Wassersport – also rund 62 Prozent. Damit bestätigte Metropole an Ruhr mit dem Baldeneysee als einzigartiges Wassersportrevier einmal mehr seinen Ruf als Wassersporthochburg. Im Rudern glänzten zahlreiche Athletinnen und Athleten mit nationalen Titeln. Besonders auffällig waren jene, die gleich drei bzw. vier Deutsche Meistertitel erringen konnten. Zu diesen Mehrfach-Champions zählen:
| Name | Verein | Sportart |
|---|---|---|
| Kosmo Killmann | Essen‑Werdener Ruder‑Club | Rudern |
| Beta van Emmerich | ETUF Essen | Ruderriege | Rudern |
| Tom Horstmann | Kettwiger RG | Rudern |
| Hannah Sievert | Kettwiger RG | Rudern |
| Moritz Döppner | Ruderklub am Baldeneysee | Rudern |
| Carolina Guerra Gonzalez | Ruderklub am Baldeneysee | Rudern |
| Lotte Heseding | Ruderklub am Baldeneysee | Rudern |
| Sofia Reinecke | Ruderklub am Baldeneysee | Rudern |
Alle Angaben ohne Gewähr. | Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Sie alle sicherten sich dreifache bzw. vierfache Deutsche Junioren- oder Jugend-Sprintmeisterschaften in verschiedenen Bootsklassen – ein eindrucksvoller Beleg für die Tiefe und Qualität der Ruderarbeit an Baldeneysee und Ruhr.
Im Schwimmen präsentierte sich der Essener Nachwuchs ebenso stark. Neben Mannschaftsmeistertiteln der A Jugend überzeugten zahlreiche Einzelstarterinnen und -starter mit Deutschen Jugend- und Jahrgangsmeisterschaften. Herausragend war Laura Sophie Kohlmann, die nicht nur Deutsche Jugendmeisterin und fünffache Deutsche Jahrgangsmeisterin wurde, sondern bei der Sportgala 2026 zusätzlich als Essens Newcomerin des Jahres ausgezeichnet wurde. Auch Para-Schwimmerin Mieke Leiße, Goldmedaillengewinnerin bei den European Para Youth Games, sowie mehrere Athletinnen und Athleten der Gehörlosen-Schwimmwettbewerbe trugen zur beeindruckenden Bilanz bei.
Breite sportliche Vielfalt neben dem Wasser
Doch nicht nur der Wassersport prägte die Ehrung. Der TV Essen-Dellwig stellte mit neun jungen Ringern eine starke Gruppe, die in ihren Altersklassen nationale Spitzenleistungen zeigte.
Der GTSV 1910 war mit zahlreichen Leichtathletinnen und Leichtathleten vertreten, die bei Deutschen Junioren-Hallenmeisterschaften der Gehörlosen Titel im Sprint, Weitsprung, Kugelstoßen und in Staffeln gewannen. Im Cobigolf wurde Ash Peithmann als Deutsche Juniorenmeisterin ausgezeichnet, während im Handball Finn Knaack für seinen Weltmeistertitel U19 mit der Deutschen Nationalmannschaft geehrt wurde.
Kategorie II: Elite- und Leistungsklasse – Erfolge auf nationaler und internationaler Bühne
In der Elite- und Leistungsklasse zeigte sich die beeindruckende Breite des Essener Sports. Die Cobigolfer des ECC Blau Gold holten den Deutschen Mannschaftsmeistertitel, während Dustin Raffler zusätzlich Deutscher Meister im Einzel wurde. Der KSV Essen 1888 dominierte im Kraftdreikampf mit einem kompletten Team aus Deutschen Mannschaftsmeistern. Im Rhönradturnen überzeugte Fabienne Beckmann als Deutsche Meisterin im Geradeturnen zur Musik, und im Obstacle Course Race holte Matthias Graute den Titel in der Eliteklasse. Auch im Schwimmen setzte die Essener Spitze Akzente: Die Mixed Staffel über 4×100 m Freistil stellte einen Deutschen Rekord auf. Herausragend war Cedric Büssing, der neben mehreren Deutschen Kurzbahnmeistertiteln auch EM Bronze gewann und zum Essener Sportler des Jahres gewählt wurde.
Rudern und Kanusport: Essener Spitzenleistung auf dem Wasser
Die Essener Rudervereine präsentierten sich auch in der Leistungsklasse stark. Titel gingen u. a. an Luisa Neerschulte, Irma Schimmele, Pia Kleine Möllhoff, Charlotte Frommhold, Mats Schlieper, Karolin Mersmann und Julius Kaim, der zudem U23 EM Silber gewann. Die Athletinnen und Athleten der Kettwiger Rudergesellschaft von 1906 e.V. waren ebenfalls mit zahlreichen nationalen Titel vertreten, darunter Deutsche Meisterschaften, Deutsche Sprintmeisterschaften sowie U23 Jahrgangsmeisterschaften in verschiedenen Bootsklassen wie Zweier, Vierer, Doppelvierer, Achter und Einer: Lilli Fischer, Lea Schneider, Frida Weiler, Boy Lewe Marks, Paul Martin (zusätzlich eine U23 WM Bronzemedaille), Lena Siekerkotte, Julia Stoeber und Lene Mührs. Letztgenannte war nominiert für die Wahl zur „Sportlerin des Jahres“ bei der Essener Sportgala 2026.
Die Sportmeisterehrung 2026 in Bildern
Foto / Fotogalerie: Georg Lukas
Kanupolo und Kanurennsport
Im Kanupolo dominierte der KSV Rothe Mühle mit einer langen Liste an Deutschen Meisterinnen und Meistern. Besonders hervorzuheben sind Ben Armbruster (U21 EM Silber, nominiert als Newcomer des Jahres 2025) sowie Leon Konrad und Lennart Unterfeld, die bei den World Games Gold gewannen und dafür das Silberne Lorbeerblatt erhielten. Im Kanurennsport überzeugten u. a. Marleen Sits, Leonhard Levien Böhling, Nico Paufler und Enja Rößeling mit Deutschen Meistertiteln und internationalen Medaillen.
Gehörlosensport, Skaterhockey und Tanz: Vielfalt auf höchstem Niveau
Der GTSV 1910 stellte zahlreiche Deutsche Meister im Kartfahren, Volleyball, Kleinfeldfußball und Futsal. Herausragend war Tessa Lange, die bei den Deaflympics in Tokio Gold, zweimal Silber und Bronze gewann und ebenfalls mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet wurde. Im Skaterhockey überzeugten die ESC Eagles Essen West, deren Spieler zusätzlich Vize Europameistertitel mit der Nationalmannschaft holten. Ein besonderes Highlight setzte der Tanzsport: Naveh Naar Hershkovitz und Jayce Wimalathas wurden mehrfach Welt- und Europameister im Hip Hop und gewannen zahlreiche Deutsche Meistertitel.
Ehrungen für Trainer, Funktionäre und Vereine
Für besondere Verdienste in der Sportführung wurden Heribert Bürvenich und Manfred Leufgen ausgezeichnet. Für herausragende Trainerleistungen erhielten Michael Konrad, Rolf Bednarzik und Michael Nowotnik eine Ehrengabe. Der Kanu Gesellschaft Assindia e. V. wurde der Ehrenbrief für hervorragende Vereinsarbeit verliehen.
Fazit: Essens Leistungssportseite sichtbar machen
Die Sportmeisterehrung 2026 zeigte eindrucksvoll, wie breit und zugleich leistungsstark der Essener Nachwuchs aufgestellt ist. Besonders der Wassersport setzte mit 33 von 53 geehrten Nachwuchssportlerinnen und -sportlern ein klares Ausrufezeichen. Die Vielzahl an Meistertiteln – darunter gleich mehrere dreifache, vierfache und fünffache Deutsche Meister – unterstreicht, dass Essen Talente hervorbringt und diese fördert. Es war ein Abend, der die sportliche Seele der Stadt sichtbar machte und die nächste Generation motiviert, die eigene Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben. Die Vielzahl an Ehrung der Elite- und Leistungsklassen – insgesamt 126 – zeigt die Strahlkraft des Leistungssports über die Essener Stadtgrenzen hinaus.











































































