
Foto: Lila la Loop
Bayrische Creme – süßer Genuss aus Bayern schmeckt auch am Baldeneysee
Wenn sich zarte Sahne, feine Vanille und ein Hauch von Himbeer-Püree zu einem Dessert vereinen, das auf der Zunge zergeht wie ein Gedicht, dann kann es nur ein Dessert sein: Bayerischen Creme. Der süße Verführer aus der bayrischen Küche schmeckt nicht nur im Süden der Republik, sondern auch im Ruhrgebiet, am Baldeneysee. Ursprünglich im 18. Jahrhundert in französischen Adelshäusern ein Muss auf jeder festlichen Tafel und später von bayerischen Köchen perfektioniert, ist die Bayrische Creme heute ein Symbol für feine Dessertkunst und ein absoluter Nachspeisen-Klassiker.
Trotz weniger Zutaten ist die Bayerische Creme mehr als nur ein einfacher Nachtisch – sie ist ein Genuss. Luftig, cremig, mit einer seidigen Textur, die sich wie Samt an den Gaumen schmiegt. Dabei ein Hauch der süß-sauren Fruchtnote von pürierten und passierten Himbeeren. Statt Himbeeren lassen sich auch Erdbeeren für den Fruchtspiegel verwenden. Ob pur genossen oder mit fruchtigem Kompott, Schokoladenspiegel oder karamellisiertem Topping – sie passt sich jeder kulinarischen Bühne an, ganz gleich ob Buffet, Dessert in einer Menüfolge oder statt Kuchen zum Kaffee. Die Bayrische Creme avanciert schnell zur Hauptdarstellerin.
Auch im Ruhrgebiet, wo handfeste kulinarische Köstlichkeiten wie Currywurst und Pils ihre Heimat haben, findet die Bayerische Creme ihren Platz – nämlich als süßer Kontrast zur herzhaften Ruhrpott-Küche. Ob beim Sonntagsessen am Baldeneysee, als Dessert oder als Highlight bei einem selbst organisierten Brunch – die Bayrische Creme zeigt, dass Genuss keine Grenzen kennt. Genieße einen Hauch von Bayern mitten im Revier.
| Zubereitungszeit | Portionen | Schwierigkeit | Küche |
|---|---|---|---|
| 45 Minuten | 4 | einfach | Deutsch |
Zutaten
6 Blatt weiße Gelatine
4 Eigelb
250 g Zucker
1 Vanilleschote
250 ml Milch
500 g Sahne
3 EL Puderzucker
300 g Himbeeren, frisch oder tiefgekühlt
Außerdem Zitronenmelisse und Himbeeren zum Servieren

Zubereitung
1. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Eigelb mit Zucker über dem heißen Wasserbad aufschlagen. Dabei aufpassen, dass die Temperatur nicht zu hoch wird und die Eimasse nicht stockt.
2. Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und das Mark herauskratzen. Schote und Mark in der Milch aufkochen, durch ein feines Sieb passieren und etwas abkühlen lassen. Die ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Nun die Vanillemilch langsam in die Eimasse rühren. Die Schüssel in kaltes Wasser setzen und die Masse erkalten lassen. Dann etwa 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
3. Sahne sehr steif schlagen. Wenn das Milch-Ei-Gemisch beginnt zu gelieren, die Schlagsahne zügig unterheben. Sofort in Portionsschälchen füllen. Alternativ in eine große Form füllen und zum Servieren mit einem Esslöffel große Nocken abstechen. Die Creme bis zum Servieren mindestens 3 Stunden kühl stellen.
4. Für die Himbeersauce den Puderzucker sieben und in einem Topf leicht karamellisieren. Gefrorene Himbeeren zufügen und im geschlossenen Topf bei mittlerer Hitze rund 4 Minuten köcheln lassen. Frische Himbeeren nur ganz kurz köcheln lassen. Anschließend pürieren und - wer auf die Himbeerkerne verzichten möchte - passieren.
5. 10 Minuten vor dem Servieren die Bayerische Creme aus dem Kühlschrank nehmen. Die Himbeersauce darüber verteilen und nach Belieben mit frischen Himbeeren und Minzeblättchen garniert servieren.
| Rezept von: |
|---|
| Bianca Killmann |