
Foto: Cesar von Meissen
Ausbau, Innovationen und bessere Mobilität auch am Baldeneysee
Essen, Baldeneysee, 18.12.2025. Das Fahrradverleihsystem Metropolradruhr steht vor einer umfassenden Modernisierung. Nach einem europaweiten Vergabeverfahren des Regionalverbandes Ruhr (RVR) steht nun fest: Donkey Republic, ein international tätiger Bike Sharing-Spezialist aus Kopenhagen, übernimmt ab dem 1. April 2026 den Betrieb. Betroffen sind auch die Ausleihstationen am Baldeneysee. Mit diesem Wechsel beginnt eine neue Phase für das größte regionale Fahrradverleihsystem Deutschlands – mit mehr Rädern, mehr Stationen und deutlich mehr Komfort für alle Nutzerinnen und Nutzer.
Meilenstein für nachhaltige Mobilität im Ruhrgebiet
Seit seiner Einführung im Jahr 2010 gilt Metropolradruhr als Vorreiter für klimafreundliche Mobilität. Das System ermöglicht es, Fahrräder städteübergreifend zu nutzen – ein wichtiger Baustein für die Verkehrswende in einer der größten Metropolregionen Europas. Mit dem neuen Betreiber werde dieses Konzept nun konsequent weiterentwickelt. Der RVR betont, dass die Entscheidung für Donkey Republic bewusst getroffen wurde, um das System technologisch und organisatorisch auf ein neues Niveau zu heben. Das dänische Unternehmen mit Sitz in Kopenhagener gelte als eines der innovativsten Unternehmen im europäischen Bike Sharing-Markt.
Verdopplung der Flotte avisiert: Über 5.000 Räder und mehr als 1.000 Stationen
Eines der zentralen Ziele des Betreiberwechsels sei der massive Ausbau des Angebots. Bereits im kommenden Jahr soll die Flotte auf über 5.000 Fahrräder anwachsen – doppelt so viele wie bisher. Gleichzeitig werde das Netz der Stationen auf mehr als 1.000 Standorte erweitert. Damit werde das System flächendeckender, flexibler und für Pendler wie Freizeitnutzer attraktiver.
Alle bestehenden Stationen – auch am Baldeneysee – sollen erhalten bleiben, sodass die gewohnte Infrastruktur nicht nur bestehen bleibt, sondern erheblich erweitert werden soll.
Neue Fahrradmodelle angekündigt: Höhere Qualität, mehr Komfort, mehr Vielfalt
Zum Betriebsstart im April 2026 wird zunächst ein Grundbestand an Rädern bereitstehen. Dieser soll kontinuierlich durch neue, hochwertige Modelle ergänzt werden. Besonders im Fokus stehen:
moderne 8 Gang Fahrräder für komfortables Fahren im urbanen Raum, Pedelecs für längere Strecken und Steigungen, E Lastenräder für Einkäufe, Kindertransport oder berufliche Nutzung. Die ersten E Cargo-Bikes sollen ab Herbst 2026 unter anderem in Neukirchen Vluyn und Datteln verfügbar sein. Damit will Metropolradruhr auf die steigende Nachfrage nach flexiblen, emissionsfreien Transportlösungen reagieren.
Tarife sollen bleiben – Studierende profitieren besonders
Auch preislich soll das System weiterhin sehr nutzerfreundlich bleiben. Die bekannten Konditionen sollen bleiben:
| Kategorie | Details |
|---|---|
| Standardtarif | 1 Euro pro Stunde |
| Monatstarif | 7,50 Euro pro Monat inklusive 60 Freiminuten pro Tag |
| Jahrestarif | 60 Euro pro Jahr inklusive täglich 60 Freiminuten |
| Vorteile für Studierende | Studierende der teilnehmenden Hochschulen profitieren besonders |
| Teilnehmende Hochschulen | Ruhr Universität Bochum, TU Dortmund, Universität Duisburg-Essen |
Für Studenten sollen die Sondertarife bestehen bleiben, die über den Semesterbeitrag abgedeckt werden. Damit bleibt Metropolradruhr eines der günstigsten und attraktivsten Mobilitätsangebote für junge Menschen im Ruhrgebiet.
Übergang: nextbike betreibt das System bis 2026 weiter
Bis Donkey Republic offiziell übernimmt, soll alles wie gewohnt bleiben. Der bisherige Betreiber, nextbike aus Leipzig, soll den Betrieb bis zum 31. März 2026 sicherstellen. Alle Tarife, Rabatte und Sonderkonditionen behalten bis dahin ihre Gültigkeit. Für die Nutzerinnen und Nutzer bedeutet das: keine Unterbrechungen, keine Änderungen, keine Einschränkungen.
Mobilitätsprojekt für die gesamte Region
Der RVR will auch künftig als strategischer Partner die Weiterentwicklung des Systems begleiten. Ziel sei es, Metropolradruhr langfristig zu einem der modernsten und nachhaltigsten Bike Sharing-Angebote Europas auszubauen. Mit dem neuen Betreiber, der erweiterten Flotte und der verbesserten Infrastruktur setzt das Ruhrgebiet ein starkes Zeichen für klimafreundliche Mobilität und moderne urbane Lebensqualität.







