
Foto: Cesar von Meissen
Akute Gefahr durch Felsstürze – Stadt beschließt Sicherungsmaßnahmen
Essen, Werden, 25 März 2026. Der Gehweg im Kellerbergwäldchen in Essen-Werden nahe Baldeneysee bleibt weiterhin gesperrt. Grund dafür sind erhebliche Gefahren durch Stein- und Blockschläge entlang der bis zu sieben Meter hohen Böschung, die den Weg begleitet. Ein geotechnisches Gutachten hatte bestätigt, dass die Kombination aus steilen Felsaufschlüssen und beschädigten Stützmauern ein ernstes Risiko für Spaziergängerinnen und Spaziergänger darstellt.
Rat gibt Kosten für Felshangsicherung frei
Bereits am 10. März hatte der Ausschuss für Umwelt, Klima- und Verbraucherschutz den Bau einer umfassenden Felshangsicherung beschlossen. Am 25. März folgte nun der Rat der Stadt Essen und stellte die erforderlichen Mittel in Höhe von rund 372.000 Euro bereit. Die Arbeiten umfassen das Übernetzen gefährdeter Fels- und Mauerbereiche mit hochfestem Stahldrahtgeflecht, den Rückbau stark geschädigter Stützmauern sowie den Bau zusätzlicher Schutzwände. Erst nach Abschluss und Abnahme der Maßnahmen kann der gesperrte Gehweg wieder freigegeben werden.
Foto: Cesar von Meissen
Kostenexplosion bei Fußgängerbrücke Kupferdreh–Heisingen
Neben der Sicherung des Kellerbergwäldchens beschäftigte sich der Rat in derselben Sitzung mit einer weiteren großen Baumaßnahme: der Erneuerung der Fußgängerüberführung zwischen Kupferdreh und Heisingen über die Alte Eisenbahnbrücke am Baldeneysee. Die Fußgängerüberführung war bereits zuvor gesperrt worden, da die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet war. Die Verwaltung führt derzeit Gespräche mit den Bietern, um trotz der Kostensteigerung einen möglichst zeitnahen Baubeginn und eine Fertigstellung im Sommer 2026 zu erreichen. Baldeneysee.Ruhr berichtete¹.
Zwei wichtige Projekte – ein gemeinsames Problem
Mit den aktuellen Beschlüssen treibt die Stadt Essen zwei zentrale Infrastrukturmaßnahmen voran: die akute Gefahrenabwehr im Kellerbergwäldchen und die langfristige Erneuerung der Fußgängerüberführung über die Alte Eisenbahnnbrücke. Beide Projekte verdeutlichen jedoch auch, wie stark steigende Bau- und Materialkosten kommunale Investitionen inzwischen beeinflussen.








