Baubeginn an der Geh- und Radwegverbindung zwischen Heisingen und Kupferdreh
Essen, Baldeneysee, 07. August 2026. Am Baldeneysee beginnt in Kürze ein bedeutendes Bauprojekt für den Fuß- und Radverkehr: Die Stadt Essen startet mit der Sanierung der Geh- und Radwegbrücke zwischen Heisingen und Kupferdreh. Ab Dienstag, 11. August, wird zunächst die Baustelle eingerichtet, anschließend beginnen die Gerüstarbeiten. Danach folgt die eigentliche Erneuerung der Brücke. Für die stark frequentierte Verbindung rund um den See ist das ein wichtiger Schritt, denn sie zählt seit vielen Jahren zu den prägenden Wegen im Freizeit- und Erholungsraum des Essener Südens.
Holzkonstruktion wird erneuert
Im Mittelpunkt der Maßnahme steht die umfassende Sanierung des hölzernen Brückenaufbaus. Sowohl die komplette Holzunterkonstruktion als auch der Belag werden ersetzt. Die bisherigen Bohlen werden dabei durch Eichenbohlen ausgetauscht. Damit reagiert die Stadt auf alters- und witterungsbedingte Schäden, die insbesondere die Holzelemente der Brücke betreffen. Ziel ist es, die Nutzbarkeit dieser Verbindung langfristig zu sichern und die Anlage zugleich baulich robuster aufzustellen.
Foto: Cesar von Meissen
Veränderungen an den Kanzeln und neue Geländerhöhe
Neben dem Holztragwerk werden auch die sogenannten Kanzeln der Brücke umgebaut. Künftig soll es auf jeder Seite drei dieser Elemente geben. Gestalterisch orientiert sich die neue Ausführung an der ursprünglichen Form, allerdings in kompakterer Bauweise. Auf die bislang über das Wasser hinausragenden dreieckigen Bauteile wird verzichtet. Durch diese Anpassung können die Kanzeln auf der äußeren Stahlkonstruktion aufliegen. Das entlastet die Holzkonstruktion statisch und schützt sie zugleich besser vor Witterungseinflüssen. Zusätzlich werden die Geländer erneuert und auf eine Höhe von 1,30 Metern gebracht, was der Sicherheit auf der Brücke zugutekommt.
Stahlkonstruktion weiterhin intakt
Nach aktuellem Stand befindet sich die Stahlkonstruktion der ehemaligen Eisenbahnbrücke in gutem Zustand. Eine Sanierung dieses Bauteils ist daher derzeit nicht vorgesehen. Der Fokus der Arbeiten liegt klar auf den verschlissenen Holzelementen und den konstruktiven Anpassungen, die für eine dauerhafte und sichere Nutzung erforderlich sind. Damit bleibt der historische Charakter des Bauwerks im Kern erhalten, während die besonders beanspruchten Bestandteile modernisiert werden.
Einschränkungen während Bauzeit überschaubar
Während der Bauarbeiten müssen sich Besucherinnen und Besucher des Areals auf einzelne Einschränkungen einstellen. Für die Baustellenlogistik wird ein Teil der Parkflächen an der benachbarten Sporthalle in Kupferdreh genutzt, sodass dort zeitweise weniger Stellplätze zur Verfügung stehen. Auch im unmittelbaren Baustellenumfeld kann es zu geänderten Wegeführungen kommen. Der Weg Hardenbergufer soll jedoch während der gesamten Bauzeit grundsätzlich nutzbar bleiben. Im Bereich des Gerüstes beträgt die verbleibende Durchfahrtsbreite ebenso wie die Durchfahrtshöhe 2,80 Meter. Damit können Fußgänger und Radfahrende die Strecke weiterhin passieren, ebenso Rettungsfahrzeuge. Die Umleitung über die Kampmannbrücke bleibt während der Bauzeit bestehen – dies gilt unter anderem auch für Wanderer, Läufer, Inline Skater und Fahrradfahrer auf der Seerunde.
Zugänge zu Freizeitangeboten bleiben erhalten
Wichtig für Ausflügler rund um den Baldeneysee: Der Zugang zur Hespertalbahn, zum Kiosk, zur Gastronomie, zur öffentlichen Toilettenanlage sowie zum Eisenbahner Sportverein bleibt grundsätzlich bestehen. Maßgeblich ist dabei die jeweils vor Ort ausgeschilderte Verkehrsführung. Gerade in einem so stark genutzten Freizeitbereich ist diese Erreichbarkeit von besonderer Bedeutung, denn die Brücke und ihr Umfeld gehören zu den beliebten Anlaufpunkten für Spaziergänge, Radtouren und Aufenthalte am Wasser.
Fertigstellung ist für Februar 2027 vorgesehen
Nach derzeitiger Planung soll die Sanierung im Februar 2027 abgeschlossen sein. Bis dahin will das Amt für Straßen und Verkehr regelmäßig über den Fortschritt der Arbeiten informieren. Die Maßnahme geht auf einen Beschluss des Rates der Stadt Essen vom 24. September 2025 zurück. Im weiteren Verlauf der Planung und Ausschreibung hatten sich veränderte Rahmenbedingungen im Baugewerbe auf Kosten- und Zeitplanung ausgewirkt. Ungeachtet dessen hielt die Stadt an der Sanierung fest, um die Sicherheit und die dauerhafte Funktion der Brücke zu gewährleisten.
Bedeutende Verbindung im Erholungsgebiet Baldeneysee
Die Brücke wird seit 1984 als Verbindung für den Fuß- und Radverkehr genutzt und ist ein wichtiger Bestandteil des Wegenetzes am Baldeneysee. Gerade in einer Region, in der Naherholung, Bewegung im Freien und landschaftlich attraktive Routen eine große Rolle spielen, besitzt diese Querung eine besondere Bedeutung. Die anstehende Erneuerung ist deshalb mehr als ein reines Bauprojekt: Sie ist ein Beitrag zur Sicherung einer zentralen Route für Alltag, Freizeit und sanften Tourismus im Essener Süden.
Fazit
Mit dem Start der Sanierung der Geh- und Radwegbrücke zwischen Heisingen und Kupferdreh beginnt ein wichtiges Infrastrukturprojekt am Baldeneysee. Die Holzunterkonstruktion, der Belag, die Kanzeln und die Geländer werden umfassend erneuert, während die tragende Stahlkonstruktion weiterhin erhalten bleiben kann. Trotz einzelner Einschränkungen während der Bauphase soll die Verbindung im Uferbereich grundsätzlich nutzbar bleiben. Für Spaziergänger, Radfahrende und Besucher des beliebten Erholungsgebiets ist das ein starkes Signal: Die Stadt investiert in die Zukunft einer Brücke, die seit Jahrzehnten zum festen Bestandteil des Baldeneysee-Raums gehört.
Baldeneysee.Ruhr wird die Community weiterhin über alle wichtigen Entwicklungen informieren, Fortschritte begleiten und über mögliche Änderungen im Zeitplan berichten.












