
Foto: Marie Chocolat
Masken, Musik und Magie am See
Es war einer dieser Spätsommerabende, an denen die Luft noch warm auf der Haut liegt, das Licht golden über dem Wasser tanzt und man das Gefühl hat, die Welt sei für einen Moment genau richtig. Am 30. August 2025 verwandelte sich das Nordufer des Baldeneysees am Seaside Beach Baldeney in Essen in ein pulsierendes Meer aus Beats, Vocals und Emotionen – CRO war „at the beach“. Und mit ihm 20.000 Fans, die gekommen waren, um Teil eines musikalischen Spektakels zu werden.
Schon die Anreise war ein kleines Abenteuer. Die Straßen rund um den Baldeneysee waren gesperrt, Shuttlebusse pendelten ab Messe Essen, Fahrräder wurden kreativ zwischen Bäumen geparkt. Viele Konzertbesucher waren den Anreiseempfehlungen, die beispielsweise über Baldeneysee.Ruhr verbreitet wurden, gefolgt. Wer clever war und diese Empfehlung gelesen hatte, kam mit dem Fahrrad und spazierte die letzten Meter durch die Abendsonne zum Gelände. Der Einlass begann um 17 Uhr, und obwohl die Taschenkontrollen streng und die Schlange entsprechend lang war (sie ging einmal um das Gelände herum, an den Südtiroler Stuben vorbei) waren, war die Stimmung entspannt. Man spürte: Heute geht’s hier richtig ab.
CRO betritt die Bühne – Maskiert, mystisch, mitreißend
Als die Sonne langsam hinter den Hügeln verschwand, begann CROs „CRONICLES OPEN AIR 2025“. Die Bühne war minimalistisch, aber eindrucksvoll, flankiert von riesigen Flatscreens, während der Künstler mit der Maske die ersten Takte spielte. „Easy“ war der Opener, und sofort war klar: Das wird kein gewöhnliches Konzert, sondern etwas ganz Besonderes. CRO spielte sich durch alte Klassiker und neue Tracks, mal melancholisch, mal ekstatisch, immer mit dieser unverwechselbaren Mischung aus Hip-Hop, Pop und Indie. Auf der T-förmig angelegten Bühne suchte der Musiker ganz bewusst die Nähe zum Publikum, wurde bei einigen Songs von anderen Musikern begleitet und trug abwechselnd drei verschiedene Panda-Masken, für drei unterschiedliche, künstlerische Epochen
Zwischen Sand und Sound – Stimmen aus der Menge
Zwischen Palmen, Sand und B-See tanzten einige Menschen barfuß, lagen auf Picknickdecken oder hüpften im Takt der Musik. CRO sprach direkt zum Publikum: „Ihr seid der Wahnsinn, Essen!“ – und die Menge antwortete mit einem kollektiven Kreischen. Die Atmosphäre war enorm elektrisierend! Was die Fans fühlten, brachte Lisa (24) aus Bielefeld auf den Punkt: „Ich hab CRO schon dreimal gesehen, aber hier am Baldeneysee – das ist magisch. Die Location macht alles intensiver.“ Neben ihr stand Tom (31) aus Dortmund, der zum ersten Mal dabei war: „Ich bin eigentlich kein Fan, eine Freundin hat mich mitgeschleppt. Und jetzt? Ich bin komplett hooked.“ Das Einzugsgebiet für das Konzert war groß – Essen war der einzige Veranstaltungsort in Nordrhein-Westfalen. Sogar Konzertbesucher aus den Niederlanden reisten zu Cro an den Baldeneysee.
Foto: Marie Chocolat
Wenn „Bye Bye“ den See verstummen lässt
Besonders emotional wurde es bei „Bye Bye“. CRO stand allein auf der Bühne, nur begleitet von einem Klavier. Die Menge wurde still, viele hielten ihre Handys hoch, andere nur ihre Hände. Auf dem Wasser ankerten Segelschiffe neben Schlauchbooten, Surfbrettern und SUPs – mit bunten Lichterketten stimmungsvoll beleuchtet, Absolut einzigartig und typisch für Konzerte im Seaside Beach am Baldeneysee. Es war einer dieser magischen Momente, in denen Musik alles sagt, was Worte nicht können. Gänsehaut pur.
Finale mit Feuerwerk
Das Finale war ein Feuerwerk – im wahrsten Sinne, eine Explosion aus Freundschaft und Farben. Während CRO „Einmal um die Welt“ performte, stiegen bunte Feuerwerkskörper über den See, spiegelten sich im Wasser und tauchten die Szenerie in ein surreales Licht. Die Menge tobte, lag sich in den Armen, CRO sprang ins Publikum (die Security sicherlich in Schockstarre).
Heimweg mit Herzklopfen
Nach dem Konzert strömten die Menschen langsam Richtung Shuttlebusse oder Drahtesel. Die Fußwege Richtung Essen-Werden waren gesperrt, doch das war eindeutig Nebensache. Man sprach über Lieblingssongs, über die Masken, über den Moment, als CRO kurz die Bühne verließ. Es war, als hätte man gemeinsam etwas erlebt, das sehr lange bleibt. Und so endete ein Abend, der mehr war als nur ein Konzert. Es war ein Gefühl, ein Sommertraum, ein musikalischer Rausch am Wasser. CRO hat nicht nur gespielt – er hat berührt. Und wer dabei war, erinnert sich nicht nur an die Musik, sondern an das Gefühl, Teil von etwas Größerem gewesen zu sein.











