Büdchen in Bredeney mit dabei
Essen, Baldeneysee, 28. August 2026. Am 29. August verwandelt sich das Ruhrgebiet erneut in eine große Bühne für seine unverwechselbare Budenkultur. Zum fünften Tag der Trinkhallen hat die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) mehr als 30 Programmbuden ausgewählt, die ein kuratiertes Programm aus Musik, Kunst, Gesprächen und Begegnungen anbieten. Die Resonanz war groß, das Auswahlverfahren anspruchsvoll – und die Vielfalt der teilnehmenden Büdchen zeigt, wie lebendig die Kiosk-Kultur im Ruhrgebiet trotz 24-Stunden-Tankstellen ist.
Bredeneyer Treff und Backhändl
In Essen-Bredeney sorgt eine Nachricht schon jetzt für Vorfreude: Der Bredeneyer Treff auf der Bredeneyer Straße 168 – nur wenige Minuten oberhalb des Baldeneysees – ist erneut dabei. Seit vier Jahren ist die Bude ein fester Anlaufpunkt im Viertel, ein Ort, an dem Nachbarschaft gelebt wird und an dem man sich kennt. Viele Stammkundinnen und Stammkunden hatten bereits nachgefragt, ob der Treff auch 2026 wieder Teil des Aktionstags sein würde. Die Antwort des Teams: ein klares Ja. Der Bredeneyer Treff ist bekannt für seine freundliche Atmosphäre und ein Team, das fast jeden Sortimentswunsch möglich macht. Besonders stolz ist man auf das außergewöhnlich große Zeitschriftensortiment – ein Angebot, das in dieser Vielfalt kaum noch zu finden ist und das den Kiosk zu einem kleinen kulturellen Treffpunkt macht. Ob Tageszeitung, Fachmagazin oder Nischenheft: Hier wird fast jeder fündig. Am Tag der Trinkhallen hat Jürgen Kettner von Kettner’s Kamota aus dem benachbarten Essen-Werden sein Zelt – oder besser gesagt seinen Food-Bus – vor dem Kiosk aufgebaut. Der sternegekrönte Koch aus der Alpen-Republik hat den österreichischen Küchenklassiker “Backhändl” im Gepäck und unterstützt den Kiosk kulinarisch.
Von Bredeney, über Bochum bis Recklinghausen
Besonders stark im Programm vertreten sind Bochum, Essen und Dortmund, die jeweils fünf Buden ins Rennen schicken. Dahinter folgen Duisburg und Oberhausen mit drei Standorten, Gelsenkirchen und Herne mit zwei. Einzelne Programmbuden finden sich zudem u. a. in Bottrop, Castrop-Rauxel, Mülheim an der Ruhr und Recklinghausen. Ergänzt wird das offizielle Programm durch zahlreiche Mitmachbuden, die eigene Aktionen wie Musikbeiträge, Grillstände oder kleine Nachbarschaftsprojekte auf die Beine stellen. Gefördert wird der Tag der Trinkhallen vom Regionalverband Ruhr (RVR), dem NRW-Kulturministerium sowie weiteren regionalen Partnern. Das vollständige Programm soll im Juli veröffentlicht werden.
Für die Zukunft der Budenkultur
Der Tag der Trinkhallen ist längst mehr als ein nostalgisches Fest. Er zeigt, wie wichtig Kioske als soziale Orte im urbanen Alltag sind – Orte, an denen Menschen ins Gespräch kommen, an denen Nachbarschaft entsteht, gelebt wird und an denen Kultur im Kleinen stattfindet. Der Bredeneyer Treff verkörpert genau diese Idee: ein lebendiger Treffpunkt, der für das Viertel am Baldeneysee steht. Welche Aktionen der Treff am 29. August genau plant, wird mit der Veröffentlichung des Gesamtprogramms im Juli bekanntgegeben. Sicher ist aber schon jetzt: In Bredeney wird es wieder ein Tag, an dem sich das Viertel die Klinke in die Hand gibt und an dem die Budenkultur des Ruhrgebiets einmal mehr zeigt, was sie so einzigartig macht. Eine Termin, an dem auch für Touristen von außerhalb den einzigartigen Charme des Ruhrgebiets erleben können.









