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Foto: Carl de Canedido

Laufveranstaltung mit Geschichte

Der Blumensaat-Lauf am Essener Baldeneysee ist sicherlich längst mehr als nur ein sportliches Event – er ist ein Stück gelebte Laufgeschichte. Benannt nach August Blumensaat, ehemals einer der prägenden Köpfe beim Tusem Essen, erinnert dieser traditionsreiche Gedächtnislauf an einen Essener Sportler, der den Laufsport in der Region seinerzeit maßgeblich geprägt hat. Der Essener Laufwettbewerb trägt seinen Namen in Erinnerung an Blumensaats Engagement.

August Blumensaat – der Namensgeber

Blumensaat, von Beruf Buchhalter bei Hochtief, war bekannt für seine akribische Dokumentation von Trainingskilometern und Wettkämpfen. Seit 1928 aktiv, absolvierte er bis zu seinem 65. Geburtstag im Jahr 1976 sage und schreibe 1110 Starts und ging 562 Mal als Sieger hervor. Mit dieser beeindruckenden Bilanz schrieb er sich tief in die Vereinschronik ein. 1989 verstarb der passionierte Sportler im Alter von 78 Jahren – doch sein Name lebt bis heute fort. Die aktuelle Auflage des Blumensaat-Laufs zeigt eindrucksvoll, wie stark die Verbindung zwischen Sport, Tradition und Erinnerung sein kann.

Strecke am Südufer des Baldeneysees

Der Baldeneysee selbst bietet die perfekte Kulisse für dieses Laufevent. Die Strecke am Hardenbergufer entlang des Wassers ist flach, asphaltiert, schnell und landschaftlich reizvoll – ideale Bedingungen für Bestzeiten, aber auch für Genussläufer, die die Atmosphäre am See schätzen. Gerade im Spätherbst entfaltet der Baldeneysee seinen besonderen Charme: Nebelschwaden über dem Wasser, buntes Laub am Ufer und die klare Luft machen den Lauf zu einem Erlebnis für alle Sinne. Gelaufen werden zwei Distanzen: 10 Kilometer und Halbmarathon. Dabei wird auf der rund 5 Kilometer langen Strecke hin- und hergependelt, wobei man die Konkurrenz immer im Blick hat.

Anreise leicht gemacht

Auch organisatorisch ist der Lauf bestens vorbereitet. Die Anreise ist sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln unkompliziert möglich. Von den Autobahnen A40, A44 oder A52 führen verschiedene Abfahrten direkt Richtung Kupferdreh, wo die Sporthalle gegenüber des Lokals Lukas an der Hespertalbahn als zentraler Treffpunkt dient. Wer mit der Bahn oder dem Bus kommt, steigt bequem am Bahnhof Kupferdreh aus – die S-Bahn-Linie 9 und die Buslinie 155 bringen Läufer und Zuschauer gleichermaßen zu Start und Ziel.

Parkmöglichkeiten rund um die Sporthalle

Der Veranstalter gibt einen wichtigen Hinweis im Bezug auf die Parkmöglichkeiten: Direkt an der Sporthalle Kupferdreh sind diese begrenzt. Empfehlenswert sind daher die Parkplätze im Gewerbegebiet Prinz-Friedrich/Phönixhütte nördlich der Halle, am Kupferdreher Markt unter der Aufständerung der A44 oder an der Schwermannstraße in der Nähe des St.-Joseph-Krankenhauses. So lässt sich Stress vor dem Start vermeiden und die Vorfreude auf das Rennen genießen.

Ein lebendiges Denkmal

Der Blumensaat-Lauf ist damit nicht nur ein sportlicher Wettkampf, sondern auch ein lebendiges Denkmal für eine Essener Lauflegende. Er verbindet Geschichte mit Gegenwart, Tradition mit sportlicher Leidenschaft – und macht den Baldeneysee neben dem traditionellen Marathon einmal mehr zum Zentrum der Laufszene im Ruhrgebiet. Wer hier an den Start geht, läuft nicht nur gegen die Uhr, sondern auch im Erinnerung an einen Athleten, der den Laufsport mit Herzblut und Disziplin geprägt hat.

Copyright | Text von Bianca KILLMANN

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