
Foto: Carl de Canedido
Erfolgsgeschichte zwischen Sauerland und Ruhrgebiet
Essen, Baldeneysee, 29. Januar 2026. Der RuhrtalRadweg wird 2026 zwanzig Jahre alt – ein Jubiläum, das nicht nur Radfans, sondern auch Touristiker und Fahrradreisen-Anbieter in feiern. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2006 hat sich der 240 Kilometer lange Radfernweg von der Ruhrquelle bei Winterberg bis zur Rheinorange in Duisburg zu einem der bedeutendsten touristischen Aushängeschilder des Landes entwickelt. Kein anderer Flussradweg verbindet Industriekultur, Naturerlebnis und urbane Vielfalt auf so engem Raum.
Industriekultur und Freizeit
Seit seiner Eröffnung hat der RuhrtalRadweg Maßstäbe gesetzt. Bereits 2009 wurde er durchgehend vom ADFC mit vier Sternen zertifiziert – ein Qualitätsmerkmal, das bis heute Bestand hat. Der Weg gilt bundesweit als Best-Practice-Beispiel für erfolgreiches Radtourismus-Management. Zu den Erfolgsfaktoren zählt sicherlich das Serviceangebot rund um den Radweg: von der Beschilderung, über Serviceangebote bis hin zu radfreundlichen Unterkünften. Der RuhrtalRadweg war Teil mehrerer Pilotprojekte, etwa zu „Bett+Bike“ oder Leitungswasserfreundlichkeit, was seine Innovationskraft verdeutlicht. Als Gründungsmitglied von „Germany’s Top River Routes“ hat der Radweg bundesweite Strahlkraft entwickelt. Jährlich nutzen Hunderttausende Radfahrer die Route – ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Städte und Gemeinden entlang der Ruhr.
Jubiläumsjahr 2026: Rückblick, Ausblick und neue Impulse
Im Jubiläumsjahr wollen die Verantwortlichen nicht nur feiern, sondern auch die Weichen für die Zukunft stellen. So kündigten RTG-Geschäftsführer Axel Biermann und Dr. Jürgen Fischbach vom Sauerland-Tourismus neue Projekte und Weiterentwicklungen an. Dazu soll die Routenführung optimiert werden – insbesondere im Duisburger Bereich, wo langfristige Sperrungen alternative Wege erforderlich machen. Der RuhrtalRadweg soll als nachhaltiges, erlebnisorientiertes Reiseziel noch bekannter werden. Durch eine stärkere Vernetzung mit regionalen Kultur- und Naturangeboten sollen auch Mehrtagesgäste angesprochen werden. Schließlich sollen digitale Services, die Navigation, Planung und Erlebnisqualität verbessern.
Karte zum Ruhrtalradweg
Touristisches Leuchtturmprojekt
Der RuhrtalRadweg ist längst mehr als ein Radweg – er ist ein verbindendes Element zwischen Regionen, Städten und Landschaften. Er führt durch das Hochsauerland, vorbei an Stauseen wie dem Baldeneysee, historischen Altstädten wie der Werdender Altstadt und der Altstadt Kettwig, Industriedenkmälern und urbanen Zentren. Damit spiegelt er die Vielfalt des Ruhrtals wider und trägt maßgeblich zur touristischen Profilbildung des Landes bei.
UNTERWEGS AUF DEM RUHRTALRADWERG AM BALDENYSEE
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